Sibylle findet gut zu lesen…

… die Geschichte des Kongos bis heute. Auf fast 800 kleinstgedruckten Seiten spannt der Autor den Bogen von vor der Kolonialherrschaft bis zur Gegenwart. Was sehr trocken und deshalb eventuell etwas abschreckend klingt, liest sich spannender als jeder Krimi. In vielen Interviews und Zeitzeugenberichten wird Geschichte extrem lebendig beschrieben.

Mir hat das Buch viel dabei geholfen, das Land und die Menschen nun etwas besser zu verstehen.

Cover Kongo Buch

David Van Reybrouck: Kongo – Eine Geschichte. Surkamp Verlag 2012

 

Schattenreich des Syrischen Bürgerkriegs. Die libanesische Bekaa-Ebene.

Diese Radiosendung kam heute (21. März) im SWR2 Wissen: Schattenreich des Syrischen Bürgerkriegs. Die libanesische Bekaa-Ebene. Eine Sendung von Martin Durm. SWR2 Wissen, 21.03.2014, 27:24 min

Sehr lohnenswert zu hören!

PS: falls der Link nicht direkt zum Audio führt, hier das Audio als mp3-Datei:

Was bringt uns nun die Resilienz?

Das Konzept der Resilienz richtet sich an zwei Politikfelder gleichzeitig, die Entwicklungszusammenarbeit und die humanitäre Hilfe. Man kann in der Resilienz ein gemeinsames Oberziel sehen. Sowohl langfristige strukturbildende Ansätze der Entwicklungszusammenarbeit, als auch kurzfristigere humanitäre Hilfsprogramme können zu einer verbesserten Resilienz beitragen.

Man kann in dem Konzept eine Fortführung der seit Jahrzehnten geführten Debatte über die Verbindung von humanitärer Hilfe, Wiederaufbau und Entwicklung sehen. Diese Diskussion erlangte unter dem Label Linking Relief Rehabilitation and Development – LRRD schon einmal Berühmtheit. Hat Resilienz nun endlich das Potential, die beiden Politikfelder sinnvoll miteinander zu verknüpfen?

Das Konzept der Resilienz legt Wert darauf, dass externe Hilfe stets die langfristigen Perspektiven berücksichtigt. Nothilfe soll Entwicklungsprozesse unterstützen oder zumindest nicht unterlaufen. Damit richtet sich das Konzept an einen der häufigsten Kritikpunkte der humanitären Hilfe. Zwar werde, so wird bemängelt,  kurzfristig geholfen, aber die längerfristige Perspektive ändere sich nicht. Am Ende müsse immer weiter externe Hilfe gewährt werden – zum Teil über Jahrzehnte.

Aber auch auf eine der Schwachstellen der Entwicklungszusammenarbeit will das Konzept eine Antwort sein. Um Resilienz zu erreichen, müssen Risiken analysiert und bearbeitet werden. Programme müssen zumindest flexibel genug sein, um auf externe Schocks zu reagieren. Es soll vermieden werden, dass Erfolge langjähriger Entwicklungszusammenarbeit in einem Federstreich durch einen bewaffneten Konflikt oder eine Naturkatastrophe zunichte gemacht werden.

Wie sieht dies nun in der konkreten Umsetzung aus? Was bedeutet die Theorie in die Praxis? Diesen Fragen wollen wir im nächsten Beitrag nachgehen.