Neuer Bericht zu Disaster Risk Reduktion: Rhetorik oder Aktion?

Die Initiative Global Humanitarian Assistance berichtet regelmäßig über die Finanzierung von humanitärer Hilfe weltweit. Frisch erschienen ist ein Bericht, der sich speziell den finanziellen Mitteln zu Disaster Risk Reduction (DRR) widmet, die von institutionellen Gebern zur Verfügung gestellt werden. Das Konzept DRR stammt aus den 70er Jahren und beinhaltet die Erhöhung der Widerstandsfähigkeit beziehungsweise die Ver­ringerung der Verwundbarkeit gegenüber Naturka­tastrophen.

Spätestens seit dem Tsunami in Südostasien und der World Conference on Disaster Reduction im Jahr 2005 sowie dem Hyogo Framework for Action haben sich alle namhaften institutionellen Geber diesem Konzept verpflichtet.

Laut der Initiative Global Humanitarian Assistance wird trotz dieser Verpflichtung und vieler weiterer Absichtserklärungen nur 1% der gesamten öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit für DRR ausgegeben. Japan und Korea fallen unter den Gebern mit Ausgaben für DRR in Höhe von mehr als 10% ihrer humanitären Budgets positiv aus der Reihe. Deutschland liegt mit Ausgaben für DRR in Höhe von 6,7% des humanitären Budgets in den oberen Rängen. Allerdings werden in der Entwicklungszusammenarbeit nur 0,8% des Budgets für DRR ausgegeben.

Gerne zitieren Geber, wie zum Beispiel die Europäische Kommission oder auch USAID, dass jeder Euro oder jeder Dollar, der in Prävention investiert wird ein Vielfaches an Geldern für die humanitäre Hilfe einsparen kann. Warum wird dann nicht mehr in diesen Bereich investiert?

Über forhumhilfe
Unser Blog „Forum Humanitäre Hilfe“ informiert, kommentiert und stellt kritische Fragen zu Themen, Verlautbarungen und Ereignissen aus dem Handlungs- und Politikfeld der Humanitären Hilfe. Wir wollen dies unabhängig von institutionellen oder parteipolitischen Interessen tun. Wir sind eine kleine Gruppe von Menschen (siehe Kurzportraits), die aufgrund ihrer persönlichen und beruflichen Erfahrungen in der Humanitären Hilfe die Notwendigkeit sehen, eine unabhängige Plattform für den Informations- und Meinungsaustausch zu Fragen der Humanitären Hilfe zu schaffen. Beiträge in diesem Blog, die nicht namentlich gekennzeichnet sind, geben die Meinung der Gruppe wieder. Namentlich gekennzeichnete Beiträge werden alleine vom betreffenden Autor/ von der betreffenden Autorin verantwortet.

One Response to Neuer Bericht zu Disaster Risk Reduktion: Rhetorik oder Aktion?

  1. forhumhilfe says:

    Act Now – Save Later: Laut UNDP spart jeder in Disaster Preparedness investierte Dollar, 7 Dollar bei einer anschließenden Katastrophe. Unterlegt wird diese Aussage durch einen „powerful clip“:

    http://www.undp.org/content/undp/en/home/ourwork/get_involved/ActNow/
    oder

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: